BELASTUNGS-
INKONTINENZ
Belastungsinkontinenz ist eine häufige Form des ungewollten Urinverlusts bei Frauen. Sie tritt typischerweise bei körperlicher Belastung auf – etwa beim Husten, Niesen, Lachen oder Sport. Viele Betroffene nehmen die Symptome lange hin, obwohl Belastungsinkontinenz medizinisch erklärbar ist und behandelbare Ursachen haben kann.
WAS IST BELASTUNGS-INKONTINENZ?
Bei der Belastungsinkontinenz kommt es zu ungewolltem Urinverlust, wenn der Druck im Bauchraum ansteigt – etwa beim Husten, Niesen, Springen oder Tragen schwerer Lasten.
Entscheidend ist dabei nicht die Blase selbst, sondern das Zusammenspiel von Harnröhre, umgebendem Gewebe, Bindegewebe, Muskulatur und nervaler Steuerung.
DIE WICHTIGSTEN FAKTEN
46% der Frauen berichten nach einer vaginalen Geburt über Belastungs-inkontinenz.
Belastungsinkontinenz ist ein medizinisches Symptom
Häufig sind Gewebe-, Bindegewebs- oder nervale Veränderungen beteiligt.
Die Beschwerden entstehen oft schleichend und verschlechtern sich mit der Zeit.
Belastungsinkontinenz betrifft Frauen in unterschiedlichen Lebensphasen – häufig nach Geburt oder hormonellen Veränderungen.
Eine medizinische Abklärung hilft, die Ursachen zu verstehen und gezielt zu behandeln.
Veränderungen des stützenden Gewebes
Die Harnröhre und der Blasenhals sind auf ein stabiles, elastisches Stützgewebe angewiesen. Veränderungen der Gewebequalität – etwa nach Geburten oder durch hormonelle Einflüsse – können die Haltefunktion beeinträchtigen.
Veränderungen des stützenden Gewebes
Die Harnröhre und der Blasenhals sind auf ein stabiles, elastisches Stützgewebe angewiesen. Veränderungen der Gewebequalität – etwa nach Geburten oder durch hormonelle Einflüsse – können die Haltefunktion beeinträchtigen.
Veränderungen nach Schwangerschaft und Geburt
Schwangerschaft und Geburt stellen eine erhebliche Belastung für Gewebe, Bindegewebe und Nerven dar. Auch wenn äußerlich alles gut verheilt ist, können funktionelle Veränderungen bestehen bleiben.
WARUM ES OFT LANGE
UNBEHANDELT BLEIBT
Viele Betroffene sprechen aus Scham nicht darüber oder glauben, dass Urinverlust „dazugehört“. Häufig wird ausschließlich zu Übungen geraten, ohne die zugrunde liegenden biologischen und strukturellen Ursachen zu betrachten. Ohne medizinische Einordnung bleiben die Beschwerden oft bestehen.
MEDIZINISCHER ANSATZ
Die regenerative Intimmedizin setzt an den biologischen Grundlagen der Kontinenz an. Ziel ist es, Gewebequalität, Durchblutung und nervale Steuerung im Bereich der Harnröhre und des umgebenden Stützapparates zu unterstützen – individuell und evidenzbasiert.
Ein Ansatz ist der Einsatz von autologem plättchenreichem Plasma (PRP). PRP enthält Wachstumsfaktoren, die an Regenerations- und Reparaturprozessen von Gewebe und Gefäßen beteiligt sind und in Studien als mögliche nicht-hormonelle Option untersucht werden.
Susanne Eschenburg M.D. ist aktuell die einzige Ärztin in Deutschland, die genau jene PRP-basierten Behandlungsprotokolle anwenden darf, auf denen die zugrunde liegenden klinischen Studien basieren. Diese Verfahren erfordern eine spezifische Qualifikation, standardisierte Protokolle und eine streng medizinische Anwendung.
WISSENSCHAFT & EVIDENZ
Studien und Übersichtsarbeiten beschreiben Belastungsinkontinenz als Folge struktureller Veränderungen von Gewebe, Durchblutung und nervaler Steuerung. Regenerative Verfahren mit PRP werden in klinischen Studien als potenziell unterstützende Option untersucht, insbesondere bei stressbedingter Inkontinenz.
Ausgewählte Studien: