LIBIDOVERLUST

Libidoverlust ist ein häufiges, aber wenig offen besprochenes medizinisches Symptom. Viele Betroffene erleben, dass das sexuelle Verlangen nachlässt oder ganz verschwindet – oft schleichend und ohne klaren Auslöser. Dabei ist Libido kein rein psychologisches Phänomen, sondern eng mit körperlichen, biologischen Prozessen verbunden.

Ursachen verstehen & moderne medizinische Behandlungsansätze

Ein Mund mit roten Lippen hält zwei rote Kirschen mit Stielen zwischen den Zähnen.

WAS BEDEUTET LIBIDOVERLUST?

Libidoverlust beschreibt eine verminderte oder fehlende sexuelle Lust. Dabei geht es nicht nur um „keine Lust auf Sex“, sondern häufig um ein verändertes Körperempfinden, fehlende Erregbarkeit oder den Verlust sexueller Reaktion. E
Entscheidend ist: Libido entsteht aus dem Zusammenspiel von Körper und Nervensystem – nicht allein im Kopf.
Eine Person in einem schwarzen, zotteligen Mantel, transparentem Body, Strumpfhosen und spitzen Pumps steht in einem dunklen Raum.
Eine Person in einem schwarzen, zotteligen Mantel, transparentem Body, Strumpfhosen und spitzen Pumps steht in einem dunklen Raum.

DIE WICHTIGSTEN FAKTEN

Libidoverlust kann ein Signal für Veränderungen im eigenen Körper oder im Erleben von Nähe und Attraktivität sein – entscheidend ist, die zugrunde liegenden Zusammenhänge zu verstehen.
Sexuelle Lust entsteht aus dem Zusammenspiel von Durchblutung, Empfinden, Hormonen, Nervensystem und psychischer Wahrnehmung – nicht aus einem einzelnen Faktor.
Körperliche Veränderungen entwickeln sich oft schleichend und werden lange nicht mit Libidoverlust in Verbindung gebracht.
Libidoverlust kann in jeder Lebensphase auftreten, unabhängig von Alter oder Menopause.
Häufig greifen körperliche und emotionale Faktoren ineinander, was eine rein vereinfachte Erklärung unmöglich macht.
Eine medizinische Abklärung hilft, diese Zusammenhänge einzuordnen und gezielt anzugehen.

DAS WEIBLICHE ORGASMUS- UND ERREGUNGSSYSTEM

Sexuelle Lust, Erregung und Orgasmus entstehen nicht an einem einzelnen Punkt, sondern durch ein komplexes Zusammenspiel mehrerer anatomischer und neurologischer Strukturen. Die Klitoris ist dabei kein isoliertes äußeres Organ, sondern Teil eines ausgedehnten Systems, das tief im Becken verankert ist.
Zum weiblichen Erregungssystem gehören:
die Klitoris mit ihrem sichtbaren Anteil (Glans)
die Clitorisschenkel (Crura), die seitlich entlang des Schambeins verlaufen
die vestibulären Bulbi, die das Vaginalgewebe umgeben
ein dichtes Netzwerk aus Nerven- und Blutgefäßen, das mit Vagina, Beckenboden und Gehirn verbunden ist
Erregung und Orgasmus setzen voraus, dass:
Reize neurologisch korrekt weitergeleitet werden
das Gewebe ausreichend durchblutet ist
die beteiligten Strukturen elastisch und reaktionsfähig sind
Wenn eines dieser Systeme gestört ist, kann sexuelle Lust beeinträchtigt sein – selbst wenn emotionales Interesse oder Nähe vorhanden ist.
Eine Person in einem schwarzen, zotteligen Mantel, transparentem Body, Strumpfhosen und spitzen Pumps steht in einem dunklen Raum.

Libidoverlust: zwei unterschiedliche medizinische Zusammenhänge

Libidoverlust durch physische Ursachen

Bei vielen Betroffenen liegt der Libidoverlust nicht im Kopf, sondern im Körper. Typische Faktoren sind:
verminderte Durchblutung des clitoralen und vaginalen Gewebes
reduzierte Sensibilität durch Nervenveränderungen
strukturelle Veränderungen der Schleimhaut (z. B. Atrophie)
hormonelle Veränderungen mit Auswirkungen auf Gewebe und Gefäße
In diesen Fällen ist Lust oft körperlich nicht mehr abrufbar, weil die physiologischen Voraussetzungen fehlen.

Libidoverlust durch das Zusammenspiel von Gehirn und Körper

Es gibt Situationen, in denen Lust oder Erregung gedanklich vorhanden ist, der Körper aber nicht entsprechend reagiert:
fehlende Lubrikation
abgeschwächtes Empfinden
ausbleibende körperliche Erregung
Ursache ist häufig eine gestörte Kommunikation zwischen Gehirn, Nervensystem und Erregungsorganen. Die Signale kommen nicht ausreichend im Gewebe an – Lust und körperliche Reaktion laufen auseinander.

WARUM LIBIDIOVERLUST OFT LANGE UNBEHANDELT BLEIBT

Libidoverlust wird häufig als Beziehungsthema oder psychisches Problem eingeordnet. Körperliche Ursachen bleiben dabei unbeachtet. Ohne medizinische Einordnung der biologischen Zusammenhänge verändert sich die Situation meist nicht.
Nahaufnahme des Bauches einer Person mit dem Text "DRO IS FOR YOU" in Rot.

BEHANDLUNGS

OPTIONEN

Unsere regenerative Intimmedizin betrachtet das weibliche Erregungs- und Orgasmussystem als Zusammenspiel von Gehirn, Nerven, Gefäßen und Gewebe. Die Klitoris ist dabei ein komplexes Organ mit dichter Nerven- und Gefäßversorgung, tief im Becken verankert und eng mit der Vagina verbunden. Veränderungen in Durchblutung, Gewebequalität oder Nervenreizweiterleitung können dazu führen, dass Lust empfunden wird, der Körper aber nicht entsprechend reagiert. Ziel der Behandlung ist es, Durchblutung, Gewebequalität und neuronale Signalverarbeitung im gesamten Erregungssystem zu unterstützen. Zum Einsatz kommen regenerative Verfahren mit autologem plättchenreichem Plasma (PRP) sowie neuro-modulatorische Ansätze mit IncobotulinumtoxinA (Clitoxin). Diese wirken ergänzend auf Gewebe, Gefäße und Nerven. Welche Therapie medizinisch sinnvoll ist, wird individuell ärztlich beurteilt.
Susanne Eschenburg M.D. ist aktuell die einzige Ärztin in Deutschland, die genau jene PRP-basierten Behandlungsprotokolle anwenden darf, auf denen die zugrunde liegenden klinischen Studien basieren. Diese Verfahren erfordern eine spezifische Qualifikation, standardisierte Protokolle und eine streng medizinische Anwendung.
Eine Person in einem schwarzen, zotteligen Mantel, transparentem Body, Strumpfhosen und spitzen Pumps steht in einem dunklen Raum.
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WISSENSCHAFT & EVIDENZ

Klinische Studien zur lokalen Anwendung von autologem plättchenreichem Plasma (PRP) bei weiblicher sexueller Dysfunktion zeigten Verbesserungen in mehreren Bereichen der sexuellen Funktion (FSFI), darunter Verlangen, Erregung, Lubrikation, Orgasmus und Zufriedenheit. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass PRP über Effekte auf Durchblutung, Gewebequalität und neuronale Reizbarkeit wirken kann. Der Einsatz erfolgt stets nach individueller ärztlicher Prüfung.
Ausgewählte Studien:
Eine persönliche ärztliche Beratung hilft, Ihre Symptome einzuordnen und Klarheit zu gewinnen. Sprechen Sie mit uns

Diese Inhalte dienen der medizinischen Aufklärung und ersetzen keine ärztliche Untersuchung oder Diagnose.

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by Susanne Eschenburg
c/o Eterno Health, Bockenheimer Landstraße 33-35/5. OG, 60325 Frankfurt am Main