In der medizinischen Ausbildung – und oft auch in der öffentlichen Wahrnehmung – wird die weibliche Sexualfunktion stark vereinfacht dargestellt. Die wissenschaftliche Literatur zeigt jedoch eindeutig:
Die sichtbare Klitoris ist nur ein kleiner Teil eines komplexen, dreidimensionalen Organsystems, das tief im Becken verankert ist. Allein die Klitorisspitze verfügt über rund 8.000 sensorische Nervenenden – und damit über eine deutlich höhere nervale Dichte als die Eichel des Penis, die im Vergleich etwa 4.000 Nervenenden aufweist.
Diese hohe neuronale Ausstattung erklärt, warum Durchblutung, Gewebequalität und intakte Signalverarbeitung für Empfinden und Orgasmusfähigkeit eine zentrale Rolle spielen.
Weitere Bestandteile sind: klitorale Schwellkörper, die Bulbi vestibuli
die vordere Vaginalwand. periurethrale Strukturen und ein dichtes Geflecht aus Blutgefäßen und Nerven.
Diese Strukturen sind funktionell miteinander verbunden und maßgeblich beteiligt an: